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Was zu sagen haben

Bildbeschreibung:

Arne Schönings Fotografie mit dem Titel „Etwas zu sagen haben“ zeigt den Filmproduzenten Andreas F. Schneider in einem mit Filmequipment ausgestatteten Raum. Hinter ihm befinden sich drei Personen vor einer hellen Fensterfront, links: zwei ins Gespräch vertiefte Frauen, rechts: ein junger Mann, der im Begriff ist, das Bild zu verlassen.

Andreas sitzt in einem Rollstuhl, der leicht schräg steht und mit seiner Vorderseite zum linken Bildrand weist. Andreas hat den Oberkörper eingedreht und schaut den Betrachter direkt an. Sein offenes Lächeln strahlt Lebensfreude aus, sein Blick wirkt freundlich und ein wenig verschmitzt. Andreas befindet sich in der vorderen, linken Bildhälfte, die Knie liegen außerhalb des Bildausschnitts.

Der Hamburger Filmemacher ist Ende 50, hat eine hohe Stirn mit Geheimratsecken, eine große Nase und einen gestutzten, dunklen Vollbart. Sein kurzes, gewelltes Haar ist nach hinten gekämmt und leicht gegelt. Er trägt eine dunkel umrandete Brille mit runden Gläsern. Feine Lachfältchen erstrecken sich bis zu den Ohren.

Frontal einfallendes Licht lässt sein helles, fein strukturiertes Hemd im Brustbereich leuchten. Im Webmuster des Stoffes zeichnet sich ein diagonales Streifenmuster ab. Der obere Kragenknopf ist geöffnet. Zwei kleine Knöpfe befestigen die Kragenenden. Zum Hemd trägt Andreas eine Jeans mit dunklem Gürtel.

Der linke Ellbogen liegt auf dem ¬¬Antriebsrad des Rollstuhls. Die Hand ruht auf einem dunklen Kleidungsstück auf seinem Schoß. Am Handgelenk: eine Armbanduhr mit Metalleinfassung und mehreren Skalen auf dem dunklen Ziffernblatt. Es ist etwa viertel vor zwei. Unterhalb des Ellenbogens schimmert der Schriftzug „High Performance“ an der Radfelge, parallel davor: der etwas kleinere Greifreifen.

Von rechts ragt eine Filmkamera schräg ins Bild und visiert Andreas. Die Umrisse der Kamera, ihr Gehäuse und der Sucher, sind verschwommen. Aus der rechten oberen Ecke hängt eine Tonangel mit Mikrofon ins Bild. Es ist umhüllt von einem länglichen Windschutz aus dunklem Schaumstoff und endet oberhalb von Andreas’ Kopf. In seinem Rücken, vor der Fensterfront: ein Stativ mit einem wuchtigen ausgeschalteten Filmscheinwerfer.

Links vom Scheinwerfer stehen einander zugewandt die beiden Frauen. Die kleinere von beiden, mit dunklem schulterlangen Haar wendet uns den Rücken zu. Sie trägt ein dunkles Oberteil mit weißem Gittermuster und eine Schultertasche. Die größere Frau, ihre Gesprächspartnerin, hat blondes, kinnlanges Haar und trägt eine weiße Bluse. Ihr Gesicht ist fast komplett verdeckt. Rechts vom Scheinwerfer schreitet der junge Mann vorüber. Sein Blick geht aus dem Bild hinaus. Er ist schlank, hat kurzes, braunes Haar und einen Dreitagebart.

Der Blick kehrt wieder zurück zu Andreas, der durch die Positionierung im Vordergrund, durch Schärfe und Lichtsetzung, in das Zentrum der Fotografie gerückt wird. Das Bild entstand während eines Interviews im Rahmen einer ARD Pressekonferenz.

Das Buch

  • Buchcover Menschen mit Querschnittlähmung - Lebenswege und Lebenswelten