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Die Kriegerin

Bildbeschreibung:

Die Schwarzweiß-Fotografie “Die Kriegerin“ von Arne Schöning zeigt Katja Sandschneider bei einer Yogaübung auf einem Weg, der mit Rindenmulch bedeckt ist. Das Foto entstand im Naturpark Südgelände, dem ehemaligen Rangierbahnhof Tempelhof, in Berlin. Der etwa 1,40 m breite Weg ist an beiden Seiten von Eisenbahnschienen begrenzt. Katja, im Vordergrund, befindet sich im Zentrum des Bildes.

Zu beiden Seiten des Weges stehen belaubte Bäume, dazwischen einige Birken. Die schlanken Stämme der Bäume neigen sich ein wenig zur Mitte, die Baumkronen liegen außerhalb des Bildes. Die zwei Gleise führen von den unteren Ecken des Bildes in den Hintergrund und nähern sich perspektivisch einander. Etwa in der Mitte des Bildes biegen sie nach links ab und verschwinden in einem dunkleren Waldstück, wo sich der Weg im Schatten der Bäume verliert. Rechts der Biegung fällt Licht auf drei Birken und betont die weiß-graue Maserung der Stämme.

Katja, ist Mitte 30, schlank und durchtrainiert. Das Foto zeigt sie im Profil von ihrer linken Seite. Sie hat eine gerade Stirn, fein geschwungene Brauen und eine kleine Nase. Ihr langes, blondes Haar ist über der Stirn und an den Seiten nach hinten frisiert und am Hinterkopf zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden. Zu einem taillierten, ärmellosen Trikot in weiß trägt sie eine Wadenlange Leggins. Auf der linken Vorderseite des Trikots ist ein kleiner Aufdruck: eine helle Blüte, überlagert von einem dunkleren Muster. Am Rücken steht, nur der erste Buchstabe ist lesbar: „Yoga-barrierefrei“.

Mit dem linken Bein kniet Katja am Boden, das rechte ist angewinkelt und steht vor ihrem Körper. Sie ist barfuß. Eine Orthese stützt ihr dünnes rechtes Bein; die Hose ist bis über das Knie hochgeschobenen. Katja hält das Becken gerade. Ihr Oberkörper ist gestreckt und leicht nach hinten gebeugt, der Kopf liegt im Nacken. Hinter den Schultern hängt der blonde Pferdeschwanz frei herab. Katjas Blick ist gerade nach oben gerichtet und folgt den hoch gereckten Armen. Die Finger ihrer Hände sind verschränkt – nur die aneinander liegenden Zeigefinger deuten senkrecht in die Höhe. Am Daumen ihrer rechten Hand trägt sie einen geschwungenen Ring.

Die Yoga-Figur trägt den Namen „Die Kriegerin“. Das Foto vermittelt den Ausdruck in sich ruhender Konzentration und Stärke, die von einem festen Stand, einer kraftvollen Basis, ausgeht, gebündelt nach oben gelenkt wird und darüber hinaus wächst.

Das Buch

  • Buchcover Menschen mit Querschnittlähmung - Lebenswege und Lebenswelten